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Gedicht-Abschied
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Darüber reden wir nicht
wir reden über Monde
die du mir allweit
zu Füßen legst
und die doch niemals fallen
wir reden über Galaxien
die ich dir an den
Abendhimmel male
rahmenweise
um im Bild zu bleiben
wir reden über Lippen
und das Lachen auf ihnen
festgefroren zwar aber
immerhin - wir reden
wir reden zu keiner Zeit
über das Abschied nehmen
das Tränen überdauert
den Trost den wir uns
niemals spenden
nein darüber reden wir
lieber nicht
© Karin Rohner 2003
Unendlichkeit
Ich hol Dir den Stern des Lebens,
sprachst Du,
aus dem Meer der Unendlichkeit.
Seither bin ich Dir nie wieder
begegnet,
leb mein Leben neben der Zeit.
Des Nachts such ich Dich am Himmel
vergebens,
empfange nur Dämmerlicht.
Nicht einen Hoffnungsschimmer
legst Du
dem tönernen Mond auf's Gesicht.
Ich weiß nur, dass ich friere
hier draußen,
die Welt ist mir kalt ohne Dich.
Ach, könntest Du einen Kometen
schmelzen
als glühendes Zeichen für mich!
Veröffentlicht in
Ausgabe 2002 -
Nationalbibliothek des Deutschsprachigen
Gedichtes
© Karin Rohner 2002
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