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Der Winter
Der
Winter ist ein rechter Mann,
Kernfest
und auf die Dauer;
Sein
Fleisch fühlt sich wie Eisen an,
Und
scheut nicht süß noch sauer.
Er
zieht sein Hemd im freien an
und läßt´s vorher nicht wärmen
und spottet über Fluß im Zahn
und Grimmen in Gedärmen.
Aus
Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
Haßt warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.
Doch
wenn die Füchse bellen
sehr,
wenn´s Holz im Ofen knittert,
und um den Ofen Knecht und Herr
die Hände reibt und zittert;
Wenn
Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich und Zehen krachen:
Das klingt ihm gut, das haßt er nicht,
dann will er tot sich lachen.-
Text: Mathias Claudius (1740 -
1815)
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