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strandhafer
lieb mich bis in die fingerspitzen
auf dass mir schwindlig werde
ein leuchtkäfer taumelt durchs bild
der mond frisst seinen schatten
und der teufel wartet
weder unter meinem bett
noch im seegras
er träumt mit mir um mitternacht
trollig hinterm besenginster
betäubt vom wilden duft des baldrians
zählen wir die herzen am himmel
kussweise
von fern ruft eine sturmmöwe
und ich wünschte mir du würdest
einmal dich mit
mir durch amrums dünen wälzen
mir wärs auch piepegal ob
rosmarin lavendel oder thymian
© Karin Rohner 2004
Freitag im Mai
Ja, uns gehts gut - der Tag ist frei,
und Pegasus schwingt seine Flügel.
Er hebt uns über Berg und Hügel,
der Himmel blaut, es strahlt der Mai.
Steckt unser Stiefel fest im Bügel?
Das Dichten wird zum Jubelschrei,
ob Sinn, ob Unsinn, einerlei,
und locker hängen unsre Zügel.
Wir steigen aufwärts wie im Spiel,
selbst Vögel müssen uns beneiden,
und keiner sagt: das ist zuviel.
Erst wenn die Sonnenstrahlen scheiden,
ist unsre Wolkenfahrt am Ziel.
Dann darf das brave Rößlein weiden.
© Oswald Köberl 2006
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