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Kinderspiele.
Ich bin ein armes Mädchen, hab ganz zerriss’ne Schuh
und angestrickte Strümpfe, was sagst denn du dazu? Meine
Mutter hat geschrieben, ich soll gehorsam sein und keinen anderen
lieben als … allein. Mitten auf dem Schulhof.
Große Kreise, kleine Kreise. Enge. Weite. Zusammenziehen.
Klammern. Festhalten. Lachen. Himmel und Hölle.
Schornsteinfeger ging spazieren. Guckte da ein Mädel raus.
Willst du mit mir gehen? Muss sie erst die Mutter fragen. Kind, nach
allem, was ich für dich getan habe!… Läuft
das Kind zum Tor hinaus. Schornsteinfeger hinterher. Feiern sie das
Hochzeitsfest. Und der Plumpsack geht um. Wer sich umdreht oder
lacht… Lise auf der grünen Wiese. Wart auf einen
König! Warten. Tag für Tag. Jahr für Jahr.
Nicht mal ein Schweinehirt kommt vorbei und fragt: Willst du mit mir
spielen? Sie kniet, abseits der Menge, das Stöckchen in der
rechten Hand, malt Buchstaben in den Sand. Kannst du aber
schön schreiben! So gut kann ich das nicht! Christa mit den
langen, blonden Zöpfen. Eines der Mädchen, die sie
von weitem anhimmelt.
Meier-Reise.
Guten Tag, Frau Meier! Knicks. Guten Tag, Frau Meier! Knicks. Wie oft
noch? Ist sie schon in der zweiten Runde? Wieviel Bäume hat
der Schulhof. Die anderen Schüler stehen da, lachen, tuscheln,
verhöhnen. Das ist der Sinn der Reise. Damit sie es nie
vergisst: Ein Schulkind hat jeden Erwachsenen aus dem Dorf zu
grüßen. Die Mädchen mit Knicks. Die Jungen
mit einem Diener. Irgendeine Frau aus dem Dorf, die sie nicht kennt,
hat sie angeschwärzt. Nun muss sie jeden Baum auf dem Schulhof
grüßen. Laut und deutlich und mit Knicks. Guten Tag,
Frau Meier!
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