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von
prinzen, möwen und herzen
ja, ich habe meine vorurteile... und ich hätschle sie... ich
mach kein hehl daraus, dass ich den kleinen prinzen nicht mag, obwohl
ich ihn noch nie vollständig gelesen habe, und auch nicht
werde, weil wahrscheinlich immer die falschen leute versucht haben, mir
diesen kleinen kauz schmackhaft zu machen, und dabei
schwärmerisch die augen verdrehten
wie oft hörte ich das geflügelte wort: man
sieht nur mit dem herzen gut!... auch so ein spruch für leute,
die das handeln den anderen überlassen... denn wer, bitte, ist
man?... jemand, niemand, alle, keiner?... auf jeden fall
nicht ich... wenn ich jemals behauptete: ich sehe nur mit meinem herzen
gut!... "man" würde mich für spinnert halten... und
selbst hätte ich an dieser bürde schwer zu tragen,
denn vielleicht stellte ich fest, dass ich überhaupt kein herz
habe
da gefällt mir der glückliche prinz bei oscar wilde
schon eher, ein prinz, der sich von einer verliebten schwalbe die
saphir augen rauspicken lässt, um sie den armen zu schenken,
obwohl er ein herz aus blei hat
steht zwar in keinem buch, wäre aber möglich, dass
auch die möwe jonathan den trafalgar sqare überflog,
auf der suche nach seinem standbild... denn diese möwe mag
ich, ruft sie doch nicht: man müsste fliegen
können!... oder gar: man fliegt nur mit dem herzen gut!... sie
ruft: ich fliege!... ab geht's und ich flieg mit... jedenfalls im buch
auch im film reiste ich mit ihr durch alle himmelssphären...
leider hatte ich einen realisten an meiner seite, der beim nach hause
gehen bemängelte: das war gar nicht immer die selbe
möwe... die sahen ganz verschieden aus... als sei es
von bedeutung, ob die seele sich in weiß, schwarz oder
gesprenkelt erneuert
nächstes mal guck ich mir die möwe lieber allein an
©
Karin Rohner 2002
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Brighton
My
Love
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Allergien
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Einzelhaft
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Die
Umarmung
5.
Von Prinzen
6.
Gedanken
beim Apfelschneiden
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