Heinz, 3 Jahre, mit seinem Bären "Riese"
|
Teddybären-Sonett
Mit dir will ich hinauf bis zu den Sternen
steigen,
mein liebster Teddy mit dem traurigen Gesicht.
Seh ich die Sehnsucht, die aus deinen Augen spricht,
möcht ich im Schlaf dir deine Bärenheimat
zeigen.
Wir wollen frei durch unentdeckte Wälder schweben,
den süßen Honig schlecken dort im
Bienenschwarm.
In deinen Armen, dicht das Fell und mollig warm -
möcht ich die Welt mit dir aus ihren Angeln heben.
Ich weiß genau, dies alles ist ein schöner
Traum,
den ich erleb mit dir in meinem weichen Himmelbett.
Warm eingekuschelt, wohlig brummelnd im Duett,
fliegen wir weit hinaus. Und unter meinem Lieblingsbaum
werden wir zwei uns ein paar schwarze Brombeern pflücken.
Denn reife Früchte können einen
Bären auch
beglücken.
© Karin Rohner 2004
Teddybärchens
Sandkastenlyrik
Als ich und Laura noch mit Förmchen spielten -
Ich kann nur brummen: Schöne Kinderzeit!
Obwohl wir beide uns am Strand den Bauch verkühlten -
Wir waren glücklich und zu jedem Streich bereit.
Wenn ich und sie uns durch das Kiesbett wühlten -
Nun ja, ich war schon damals ziemlich weit.
Wohin dabei die ersten Kussversuche zielten?
Ich hab mich ihretwegen mit dem Jens entzweit.
Da Bärenjungen gern auf Lauras Beine schielten -
(Sie trug beim Buddeln stets ihr Erdbeerkleid!) -
Luftschlösser, die wir bauten, niemals hielten -
Hat mich und Laura dann der Herbst verschneit.
Doch was wir beide dort im Strandbad fühlten -
Das heute auszuplaudern, wär wohl nicht gescheit.
© Karin Rohner 2005
|
Seite: 1 2 3
4
5
6
7
8
9
|
|
|