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Wilder August III
Kalendermäßig tappst du voll im Dunkeln,
mein unermüdlich tosender August.
Ich liebe dich, weil du nie schuldbewusst
um Gnade bettelst, und dein stetes Munkeln
in Daunendecken schenkt mir Sinnenlust.
Mit dir möcht ich durch Rosenbetten schunkeln,
hohnlachend über fröstelnde Ranunkeln,
die kälteschauernd schütteln meine Brust.
Wenn gletscherklar die Kehlen überfließen -
vereiste Töne klingen grauenhaft -
wird's Zeit für mich, das Sommerloch zu schließen:
Im Hustensirup liegt die Zauberkraft!
Mit Fliedertee will ich den Tag begießen
und harren auf des Herbstes Leidenschaft.
© Karin Rohner, August 2005
Seemannsgarn
den Marianengraben haben wir vermessen
und frech ins eigene Weltbild eingelotet
als könnten wir die Meereslücke jemals
schließen -
jetzt, da die Erdverschiebung zwischen dir und mir
sich häutet
und du mich wieder mal verlädst
nach Strich und Faden
© Karin Rohner 2006
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Wintergarten
Wilder
August
Mir fehlt
die Lust
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