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Muttertag
Zum Muttertag hab ich nicht viel zu sagen:
Bin selber Mutter, kann mich nicht beklagen.
Ich ließ und lass den Kindern ihren Lauf -
nun lassen sie mir meinen - und da steh ich drauf.
Hier meine längst verstorbne Mutter zu besingen -
Was würde ihr und mir das letztlich bringen?
Zwar war sie nie für mich das Mutterideal -
doch grade darum wohl als Mutter ganz normal.
Versucht nur nicht, mich muttertags hier anzudichten -
Ich mag sie nicht, die Muttertagsgeschichten!
Karin Rohner 2004
An meine Mutter
So gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht
Von Deiner Liebe, deiner treuen Weise;
Die Gabe, die für andre immer wacht,
Hätt' ich so gern geweckt zu deinem Preise.
Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
Und wie ich auch die Reime mochte stellen,
Des Herzens Fluten wallten darüber her,
Zerstörten mir des Liedes zarte Wellen.
So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
Von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
Und meine ganze Seele nimm darin:
Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu
sagen.
Annette von Droste- Hülshoff
Ursprung
des Muttertags
Der Muttertag hat seinen Ursprung, wie viele
unserer heutigen Fest- und Ehrentage, bereits im
Altertum.
Die Urmutter der Griechen, die Göttin Rhea
(Rhea - Fluß des Lebens), war eine Tochter des
Uranus und der Gaea, und gilt als Mutter aller
Gottheiten und Göttinnen.
Zu Ehren Rheas gab es einen Mutterkult, der als
Frühlingsfest gefeiert wurde.
Der Muttertag wird heute in vielen Ländern
der Erde gefeiert. In den meisten Ländern
fällt das Datum für diesen Tag
© Karin Rohner 2002
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