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Muttertagsgedichte VIII

Gedichte zum Muttertag
von meinen Freunden, klassischen Autoren und mir


Karin Rohner - Liebesgedichte-Liebes-Gedichte.de-Rotwein



Viele Köche verderben den Brei...



Mutter hat immer nur Arbeit und Plag´,
kennt keine Ruhe bei Nacht und bei Tag .
Heut´ ging sie fort! Drum helft alle drei:
Heut´ kochen wir für die Mutter den Brei!

Milch nimmt die Else, das Mehl rührt sie an.
Dann kommt der Zucker und Zimt noch dran.
Pfeffer, ein bisschen, ein klein wenig Salz,
Muskat und Senf und ein Löffelchen Schmalz.

Essig ein Spritzerchen muss noch hinein.
Kakaopulver schmeckt herrlich und fein.
Nun wird gerührt und der Brei gekocht
Horcht! Hat´s nicht grad an der Tür gepocht?

Komm liebe Mutter, der Tisch ist gedeckt!
Ja, du wirst staunen, wie gut es dir schmeckt.
Und was du für tüchtige Köchinnen hast.
Heut´ bist du bei uns Kindern zu Gast!?

Mutter probiert und beinah wird ihr schlecht.
Fehlt was am Brei? Ist etwas nicht recht?
Da lacht die Mutter, spricht mahnend dabei:
Ja, viele Köche verderben den Brei!

Annette von Droste-Hülshoff, 1770-1845
 







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