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Der Schmuck der Mutter
Mensch, es ist der Schöpfung
Pracht
nicht für dich allein gemacht.
Einen Teil hat sich zur Lust
die Natur hervorgebracht.
Darum singt die Nachtigall,
wo du schlummerst in der Nacht.
Und die schönste Blume blüht,
eh des Tages Aug erwacht.
Und der schönste Schmetterling
fliegt, wo niemand sein hat Acht.
Perle ruht im Meeresschoß,
und der Edelstein im Schacht.
Kind, da reichlich Aug und Ohr
dir mit Fülle ist bedacht,
gönn der Mutter etwas auch,
das sie zum Geschmeid sich macht.
Gasel
von Friedrich Rückert
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Heimat
Und auch im alten Elternhause
und noch am Abend keine Ruh?
Sehnsüchtig hör ich dem Gebrause
der hohen Pappeln draußen zu.
Und höre sacht die Türe klinken,
Mutter tritt mit der Lampe ein;
und alle Sehnsüchte versinken,
o Mutter, in dein Licht hinein.
Richard
Dehmel
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