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Neujahrsgedichte



Karin Rohner - Zicke

Wo bleibt das neue Jahr?l

Zu den Neujahrs-Grußkarten


Wünsche zum neuen Jahr


Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass.
Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre was.

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh.
Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du.
Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut
und Kraft zum Handeln - das wäre gut

In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht.
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht
und viel mehr Blumen, solange es geht.
Nicht erst an Gräbern - da blühn sie zu spät.

Peter Rosegger



 
Prognose


die weiße Weihnacht
kommt zu Silvester
falls ihr mich auslacht
und sagt die Weihnacht
wird keine Weihnacht
lasst das Geläster
ich weiß die Weihnacht
kommt zu Silvester

© Karin Rohner

Zum Jahreswechsel

Schon ists soweit. Ein neues Jahr beginnt.
Da wünscht man sich viel Schönes und viel Gutes
und staunt, wie rasend schnell die Zeit verrinnt.
Nichts hält sie auf. Das neue Jahr beginnt.

Weil aber stets der Fröhliche gewinnt,
erheben wir vergnügt und frohen Mutes
die Gläser auf das Jahr, das nun beginnt,
und wissen: Ja, es bringt uns beiden Gutes.

© Triolett von Oswald Köberl


 






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