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Oster-Grußkarten
Hasengedicht
Ein Hase sitzt auf einer Wiese,
des Glaubens, niemand sähe diese.
Doch, im Besitze eines Zeißes,
betrachtet voll gehaltnen Fleißes
vom vis-a-vis gelegnen Berg
ein Mensch den kleinen Löffelzwerg.
Ihn aber blickt hinwiederum
ein Gott von fern an, mild und stumm.
Christian
Morgenstern
Matten Haas D
Lütt Matten de Haas, de maak sik en Spaaß,
He weer bi't studeern, dat Danzen to lehrn,
Un danz ganz alleen op de achtersten Been.
Keem Reinke de Voß, un dach: Dat's en Kost!
Un seggt: Lütt Matten, so flink op de Padden,
Un
danzt hier
alleen op de achtersten Been?
Kumm, laat uns tosaam! Ik kann as de Daam!
De Kreih de speelt Fiedel, denn geiht dat kandidel,
denn geiht dat mal schöön op de achtersten Been?
Lütt Matten geev Poot. De Voß beet em doot.
Un sett sik in'n Schadden, verspies den lütt Matten.
De Kreih de kreeg een vun de achtersten Been.
Klaus
Groth
Zwiegespräch
(Triolett)
"Warum die Veilchen in der Vase?"
"Warum, wieso: Weil Ostern naht."
„Wie dumm – du meinst, ein Osterhase
steht auf die Veilchen in der Vase?
Viel lieber schnuppert seine Nase
Gemüse, Grünzeug und Salat.
Du solltest also in die Vase
Karotten tun – weil Ostern naht.“
Oswald Köberl 2007
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