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Roman C.
Herr Roman C. war hochgeachtet
(in irgendwelchen alten Zeiten)
als Troubadour und Minnesänger,
doch auch als ritterlicher Streiter.
Er liebte eine schöne Dame
und sang ihr wunderbare Weisen.
Da kam ein finstrer Nebenbuhler
und hat ihn hinterrücks beseitigt.
Die Dame lebte auch kaum länger,
sie starb an ihrem Herzeleide.
So sind sie beide früh verblichen
und spuken nächtlich nun als Geister.
Aus diesem Stoff hat mancher Dichter
sein schönstes Meisterwerk gekleistert.
Die Namen wurden oft verändert,
der Lauf der Handlung und dergleichen -
denn keines dieser Lieder möchte
mit Leichen und Gespenstern geizen.
Und doch lebt Roman C. in ihnen,
weil sie bis heut Romanzen heißen.
© Oswald Köberl 2003
Roman C's trauriges Ende
Herr Roman C., schon hochbetagt,
nichts desto trotz ein Minnesänger,
der sich im internet beklagt,
dass seine Schatten würden länger,
war nebenbei ein Hexenmeister,
der sich nicht wirklich ließ verdrießen:
Drum rief er flugs die bösen Geister,
ihm eine Hexe anzuschießen,
mit der er bildet' ein Komplott:
Sie schrieben Erospukgeschichten.
Doch ernteten sie Hohn und Spott
und fielen um beim Versedichten.
© Karin Rohner 2003
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