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Trauerlieder
Es fiel ein Reif in der
Frühlingsnacht.
Er fiel auf die zarten Blaublümelein;
sie sind verwelket, verdorret.
Ein Knabe hatte ein Mädchen lieb.
Sie flohen beide von Hause fort,
es wußten nicht Vater noch Mutter.
Sie sind gewandert wohl hin und her
Sie hatten nirgends Glück noch Stern,
sie sind verdorben, gestorben
Auf ihrem Grab
Blaublümlein blühn,
Umschlingen sich zart wie sie im Grab,
der Reif sie nicht welket, nicht dorret.
Volkstümlich, aufgeschrieben
von Heinrich Heine
Letzte Rose, wie magst du
so einsam hier blühn?
Deine freundlichen Schwestern
sind längst, schon längst dahin
Keine Blüte haucht Balsam
mit labendem, labendem Duft
keine Blätter mehr flattern
in stürmischer Luft
Warum blühst du so traurig
im Garten allein?
Sollst im Tod mit den Schwestern
mit den Schwestern vereinigt sein
Drum pflück ich, o Rose
vom Stamme, vom Stamme dich ab
Sollst ruhen mir am Herzen
und mit mir, ja mit mir im Grab.
Friedrich Wilhelm Riese
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1.
Geschenk,
Das Licht
2.
Der
Tod
3.
Innehalten
(Tarot)
4.
Trauerlied
5.
Trauer, Befangenheit
6.
Abschied
und Trost
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