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Wintergedichte

Gedichte zum  Winter


Karin Rohner Wintergedichte

Polarnacht - aus einem Buch von 1892








Winterherz

Im Kristallgarten
des Mondlichts
schimmern die Bäume
silbernen Kerzen gleich

Während ein Reifhauch
die Spiegelscheibe
des Traumsees
überzieht

ächzt die Schneeerde
unter der Sohlenschwere
und mein hastiger Atem
erstarrt zu ewigem Eis

Du in deiner
Tropfsteinhöhle
sitzt und hoffst
auf einen Frühling
der dein Winterherz
zum Schmelzen bringt

und vergisst dabei
dass kein Sonnenstrahl
je einen Felsen
durchdrang

© Karin Rohner 2003

Adventskalender



Wintermond


dies ist das Ende
weil es nie ein Morgen gibt
kein Glücklichreden
keine Liebesqualen
verhaltene Stille
im Dämmerkreis des
Wintermondes
ein letzter Blick
ein schwacher Funken
leeres Erinnern

 © Karin Rohner 2003

schneeblind

sieh, wie die sonne sich verschwendet
ihr antlitz spiegelt sich im schnee
wenn lichter strahl die augen blendet
so tut's mir in der seele weh

blind irre ich durch nacht und tag
und während ich dein bildnis such
ahnst du, dass ich den schnee nicht mag
hinweg, du bleiches leichentuch

im eisbaum flüstert leis' der wind
dass flocken nur ein trugschluss sind
an dem sich müde dichter laben

zu viel schneeweiß macht oft schneeblind
in frostgeklirr und raureifwaben
lass uns nach ersten veilchen graben

Sonett von Karin Rohner
 
Preisgedicht beim XIII. Gedichtewettbewerb 2010
Gedichte-Bibliothek.de
 


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