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  Fußball-Weltmeisterschaft 2006





Aufgeschnappt

In spätestens
400 Millionen Jahren
wird diese Erde
unbewohnbar sein.

Nur ein paar
Fußbälle werden noch
aufgepumpt herumliegen.

In der Hoffnung,
dass ein Tor
vorbeikommt.

© Karin Rohner 2005


Toor!

Schatz, komm mit, weil ich heute auswander.
Ganz egal, ob down-up oder -under -
In ein Land ohne Ball.
Hinterm Suez-Kanal,
zählen wir dann am Nil Salamander...
 

Schwarz-Rot-Gold zog ein Spieler aus Gießen
nach Neufundland, um Tore zu schießen.
Sicher fragst du dich nun:
Warum dieses Tun?
Konnt das Tor man nicht einfacher schließen?


Ein Mister aus British Colamba,
meint Fußball sei bloß Ramba-Zamba,
und Sport wäre Mord.
Ich geb euch mein Wort:
In Rio traf ich ihn beim Samba!


Ein Fußballspieler aus Schilda,
meist zahm, darum selten ein Wilda,
traf nie einen Ball,
doch ists ihm egal -
nun sammelt er Fußballbilda.


Am Rande von Halleys Kometen
liegt ein Fußball, völlig zertreten.
Seit die Luft er verlor,
traf er nie auf ein Tor -
und die Welt hat nen neuen Planeten.

© Karin Rohner 2006


          Fußball-WM
    Herr Biedermann, Schreiner in Egeln,
    sagt: „Beim Fußball mit all diesen Regeln,
    wie man rempelt und tritt,
    komm ich einfach nicht mit.
    Da gehe ich lieber zum Kegeln.

    Sagt ein Maler aus Schrimm an der Warthe:
    „Gibt’s nur gelb oder rot diese Karte?
    Etwas Grün oder Blau
    wäre schön, ganz genau:
    weil ich farbige Spiele erwarte.

    Die nette Frau Müller aus Dießen
    kann den Kampf um den Ball nicht genießen.
    Sie meint: "Gebt doch schnelle
    den Leuten mehr Bälle,
    damit sie nicht zanken - nur schießen."
 
        © Oswald Köberl 2006


Weitere Limericks

 
Ein großer Dichter aus Weiden
mag Fußballspieler nicht leiden.
Er hält sie für dumm
und nörgelt nur rum.
Der Ärmste ist nicht zu beneiden.


Ein Fußballgegner in Weimer,
der hatte was gegen die Schleimer.
Drum schrieb er ein Drama
vom Spatz im Pyjama.
Da war die Karriere im Eimer.


Ein Spieler vom Fudschijama
traf auf dem Rasen ein Lama.
Das hatte nen Knall -
statt zu spucken, spielts Ball!
Doch das scheint mir eher ein Fama...


Eine Spielerfrau aus Emden,
die hielt nicht viel von Hemden.
Ihr Fußballschurz
war auch recht kurz.
Die andern sahns mit Befremden.

© Karin Rohner 2006

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